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Geschichte

1796

François-Louis Cailler wird in Vevey geboren. Er gründet später die älteste noch existierende Schokoladenmarke der Schweiz.

1806

Eine Statistik belegt, dass Vevey bereits zu dieser Zeit zusammen mit sieben anderen Schokoladenbetrieben ein Zentrum der Schokoladenherstellung darstellt.

1818 – 1820

François-Louis Cailler eröffnet zusammen mit Abram L. C. Cusin aus Aubonne ein Lebensmittelgeschäft in Vevey, wo sie auch Schokolade verkaufen. Während sein Partner die Kunden besucht und Aufträge hereinholt, führt Cailler das Geschäft in Vevey.

1819

Entstehung der ältesten noch heute vorhandenen Preisliste von François-Louis Cailler.

1820

Ab 1820: François-Louis Cailler mietet zusätzlich Fabrikräumlichkeiten, um Schokolade im grossen Stil herzustellen.

Seine Kenntnisse über die Schokoladenherstellung soll Cailler auf Reisen nach Italien wenn nicht erworben, so zumindest erweitert haben. Insbesondere zwischen Turin und Vevey bestanden offenbar persönliche und wirtschaftliche Beziehungen unter den Schokoladenherstellern.

1821 – 1826

1821 beenden François-Louis Cailler und Abram L. C. Cusin die Zusammenarbeit, und Cailler führt das Geschäft zunächst alleine weiter.

Knappe finanzielle Mittel zwingen François-Louis Cailler, erneut eine Partnerschaft einzugehen: diesmal mit Jean-Louis Johannot-Chappuis, welcher früher schon als Lieferant von Zigarren in den Büchern erwähnt wurde. 1825 endet auch diese Zusammenarbeit, und Cailler übernimmt die Schokoladenproduktion wieder auf eigene Rechnung.

In der Mühle Chenaux Ziegler in Corsier-sur-Vevey stellt er mit Maschinen, welche anhand von Wasserkraft angetriebenen werden, Schokolade her.

1826 – 1828

Nach einem Konkurs im Jahr 1826 führt seine Frau zwischenzeitlich die Geschäfte weiter, bis es François-Louis Cailler wieder erlaubt ist, selbst das Unternehmen zu führen.

1830

Charles-Amédée Kohler (1790–1874) kauft eine Mühle in Lausanne, um dort eine Schokoladenfabrik zu errichten.

1832 & 1840

François-Louis Cailler erwirbt in Corsier-sur-Vevey und Vevey Fabriken, welche am Canal de la Monneresse liegen und mit Wasserkraft betrieben werden.

1852

François-Louis Cailler stirbt, und seine Frau führt das Geschäft zusammen mit den beiden Söhnen Auguste und Alexandre weiter.

1866

Geburt von Alexandre-Louis Cailler, Enkel von François-Louis Cailler.

1867

Daniel Peter, verheiratet mit einer Tochter von François-Louis Cailler, beginnt unter dem Namen Peter-Cailler Schokolade herzustellen.

1875

Daniel Peter erfindet die Milchschokolade.

1890

Die Cailler-Pralinen werden lanciert.

1898

Alexandre-Louis Cailler eröffnet eine neue Fabrik in Broc und führt die Herstellung von Milch- und Haselnussschokolade im grossen Stil ein.

1904

Daniel Peter und Charles-Amédée Kohler werden Partner und gründen die Gesellschaft Société Générale Suisse de Chocolats Peter et Kohler Réunis.

Cailler stellt eigene «Branches» her. Die originale Branche ist erstmalig im Jahr 1896 in den Rezeptbüchern von Kohler zu finden.

1905

In Vereinbarung mit Peter und Kohler bringt Nestlé eine eigene, von Peter und Kohler produzierte Milchschokolade auf den Markt. Ab diesem Zeitpunkt profitieren die Schokoladensorten aller Partner von Nestlés internationalem Vertriebsnetz.

1907

Cailler erweitert das Pralinensortiment durch die Entwicklung der extrafeinen Bonbons, die noch vor dem Ersten Weltkrieg in einer Spezialmischung unter dem Namen Fémina in einer Geschenkpackung verkauft werden.

1911

In der Zeit des rasanten Wachstums der Schokoladenindustrie schliessen sich die Firma Peter (geleitet von Daniel Peter) und die Unternehmen von Kohler, die bereits Partner sind, mit Cailler zusammen. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es, die schweizerische Qualitätsschokolade, deren Ruf auf der Erfindung der Milch- und Fondantschokolade gründet, weltweit zugänglich zu machen. Das daraus entstandene Unternehmen trägt den Namen Peter, Cailler, Kohler, Chocolats Suisses S. A.

Alexandre-Louis Cailler entwickelt ein Verfahren zur Herstellung von Milchschokolade, das von Peters Verfahren abweicht; dieses wird bis heute angewendet und erlaubt es dem Unternehmen, eine cremigere Schokolade mit einem intensiveren Milchgeschmack zu produzieren. Alexandre-Louis Cailler verwendet für das Rezept flüssige Kondensmilch, hergestellt aus der auch im Ausland geschätzten Alpenmilch aus dem Greyerzerland. Heute ist Cailler der einzige Schweizer Chocolatier, der Kondensmilch statt Milchpulver für die Herstellung seiner Milchschokolade verwendet; dies verleiht der Schokolade den unverwechselbar zart schmelzenden Milchgeschmack.

1920

Unter der Marke Chocmel lanciert Kohler eine Schokolade mit Honig und Mandelsplittern.

1923

Einführung von Frigor, welche der bei Cailler angestellte Confiseur Charles Panchaud entwickelt hat.

1929

Fusion von Peter, Cailler, Kohler, Chocolats Suisses S. A. mit der Nestlé-Gruppe.

1937

Erfindung der Air-Technologie für Tafelschokolade; die anhand dieser Technologie entwickelte Schokolade ist seitdem unter dem Namen Rayon bekannt.

1940

Einführung von Cailler Dessert.

1979

Einführung der Ambassador-Pralinen.

2006

Relaunch der Marke unter dem Namen «Cailler of Switzerland».

2009

Eröffnung des Chocolate Centre of Excellence (CCE) in Broc.

2009

Einführung von Sublim.

2010

Eröffnung von Maison Cailler – La Chocolaterie Suisse: Ein Erlebnisort, an dem Besucher mit allen Sinnen die Geheimnisse rund um den Ursprung und die Herstellung von Schokolade entdecken.

2010

Einführung der Marke Cailler Cuisine.

2012

Einführung der 200g-Tafeln von Cailler.

2015

Cailler-Schokoladen findet man in neuer Verpackung auch in Flughafenshops und dank Amazon selbst in China und den USA.